Der letzte Septembertag verbindet gleich zwei bedeutende Gedenktage zu einer besonders pragmatischen Bauernregel:
„Von Michel und Hieronymus mach aufs Weihnachtswetter Schluss.“
Gemeint sind Michaeli, das Fest des Erzengels Michael am 29. September, und der Tag des Kirchenvaters Hieronymus, der am 30. September gefeiert wird. Hieronymus (* um 347, † 420 in Bethlehem) übersetzte im Auftrag von Papst Damasus I. über zwei Jahrzehnte hinweg die Bibel ins Lateinische – die spätere "Vulgata" – und lernte dafür eigens Hebräisch. Der bekannten Legende nach zog er einem verletzten Löwen einen Dorn aus der Pfote, woraufhin ihn das Tier fortan als treuer Begleiter nicht mehr verließ; bis heute wird er meist mit einem Löwen dargestellt. Als Schutzpatron der Übersetzer ist sein Gedenktag zugleich der Internationale Tag des Übersetzens.
Die Bauernregel richtet den Blick vom Herbst bereits auf Weihnachten: Aus dem Wetter am Michaelistag, dem 29. September, und am Hieronymustag, dem 30. September, sollte man auf das Wetter zum Weihnachtsfest schließen. „Schluss“ meint hier eine Schlussfolgerung. Die beiden Gedenktage dienten damit als sogenannte Lostage.
Welche Wetterzeichen dabei auf welches Weihnachtswetter hindeuten sollen, lässt der Spruch offen. Eine verlässliche Vorhersage oder eine feste Umkehrung zwischen September- und Weihnachtswetter lässt sich daraus nicht ableiten. Die Regel erzählt vielmehr davon, wie Menschen anhand markanter Tage Orientierung für die kommenden Jahreszeiten suchten.
„Von Michel und Hieronymus mach aufs Weihnachtswetter Schluss.“
Gemeint sind Michaeli, das Fest des Erzengels Michael am 29. September, und der Tag des Kirchenvaters Hieronymus, der am 30. September gefeiert wird. Hieronymus (* um 347, † 420 in Bethlehem) übersetzte im Auftrag von Papst Damasus I. über zwei Jahrzehnte hinweg die Bibel ins Lateinische – die spätere "Vulgata" – und lernte dafür eigens Hebräisch. Der bekannten Legende nach zog er einem verletzten Löwen einen Dorn aus der Pfote, woraufhin ihn das Tier fortan als treuer Begleiter nicht mehr verließ; bis heute wird er meist mit einem Löwen dargestellt. Als Schutzpatron der Übersetzer ist sein Gedenktag zugleich der Internationale Tag des Übersetzens.
Die Bauernregel richtet den Blick vom Herbst bereits auf Weihnachten: Aus dem Wetter am Michaelistag, dem 29. September, und am Hieronymustag, dem 30. September, sollte man auf das Wetter zum Weihnachtsfest schließen. „Schluss“ meint hier eine Schlussfolgerung. Die beiden Gedenktage dienten damit als sogenannte Lostage.
Welche Wetterzeichen dabei auf welches Weihnachtswetter hindeuten sollen, lässt der Spruch offen. Eine verlässliche Vorhersage oder eine feste Umkehrung zwischen September- und Weihnachtswetter lässt sich daraus nicht ableiten. Die Regel erzählt vielmehr davon, wie Menschen anhand markanter Tage Orientierung für die kommenden Jahreszeiten suchten.
Zuordnung im Jahreslauf
Region: Überregional
Kategorie: Wetter
Heiliger: Erzengel Michael, Hieronymus
Redaktion: KrautKult
Überlieferte Bauernregel · keine Wetterprognose