23. April Georg von Lydda

BAUERNREGEL · Ernte

Zu Georgi blinde Reben, volle Trauben wird es später geben.

Die fünfte und letzte Regel zu Georg widmet sich dem Weinbau:

„Zu Georgi blinde Reben, volle Trauben wird es später geben.“

"Blind" bezeichnet hier Reben, deren Knospen noch nicht ausgetrieben sind – ein Zustand, der Ende April je nach Region und Witterung durchaus üblich sein kann. Die Regel deutet dieses verzögerte Austreiben positiv: Ein später, dann aber kräftiger Austrieb soll sich in einer besonders reichen Traubenernte im Herbst niederschlagen. Fünf Regeln allein zu diesem einen Tag – Wetter, Getreidewuchs, Vogelsymbolik und Weinbau – zeigen, wie zentral Georgi als Fixpunkt im gesamten bäuerlichen Frühjahrskalender war.

Mit dieser Weinbauregel schließt die umfangreichste Regel-Serie des gesamten April-Monats.

Zuordnung im Jahreslauf

23. April ↗

Region: Überregional

Kategorie: Ernte

Heiliger: Georg von Lydda

Redaktion: KrautKult

Überlieferte Bauernregel · keine Wetterprognose

Passende Regeln im Jahreslauf

23. April · TAGESREGEL

„Kann der Georg im Korn die Krähe verstecken, wird sich das Mehl häufen zu prallen Säcken.“

Regel weiterlesen ↗

Überregional

23. April · TAGESREGEL

„Sankt Georg kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel angeritten. (Schimmel = die letzten Schneeflocken des Frühlings)“

Regel weiterlesen ↗

Überregional

23. April · TAGESREGEL

„Ist's an Georgi warm und schön, wird man noch rauhe Wetter seh'n.“

Regel weiterlesen ↗

Überregional

25. April · TAGESREGEL

„Georg (23. April) und Markus ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost.“

Regel weiterlesen ↗

Überregional

Zum Bauernregeln-Kalender ↗