September · Monatsregel

BAUERNREGEL · Wetter

Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.

Es ist ein vertrautes Bild im Spätsommer: An klaren, kühlen Morgen liegen plötzlich überall feine, silbrige Fäden über den Wiesen, an Zäunen und Grashalmen – der sogenannte Altweibersommer, benannt nach den fliegenden Gespinsten junger Spinnen, die sich auf diese Weise vom Wind forttragen lassen. Die alten Bauern beobachteten dieses Naturschauspiel genau:

„Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.“

Anders als beim Wetter selbst, das sich Tag für Tag ändert, sahen die Bauern im massenhaften Auftreten der Spinnfäden ein Zeichen, das sich über Wochen aufbaut – und interpretierten eine besonders ausgeprägte Saison als Vorbereitung der Natur auf einen strengen Winter. Ob die Spinnen tatsächlich "spüren", was kommt, oder ob es schlicht an einem besonders trockenen, warmen Spätsommer liegt, der ideale Bedingungen für ihre Fäden bietet, ist bis heute nicht abschließend geklärt.

Fest steht: Der Altweibersommer gehört zu den poetischsten Naturbildern des ganzen Jahres – Winterprognose hin oder her.

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Region: Überregional

Kategorie: Wetter

Redaktion: KrautKult

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