Juni · Monatsregel

BAUERNREGEL · Ernte

Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze Jahr.

Der Juni gilt als der eigentliche Schlüsselmonat für die Heu- und frühe Getreideernte – sein Wetter wurde entsprechend ernst genommen:

„Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze Jahr.“

Anders als im Frühjahr, wo Kälte und Regen oft als Segen galten, kippt die Bewertung im Juni: Zu kühles, nasses Wetter verzögert die Heuernte und begünstigt Pilzbefall am heranreifenden Getreide. Da der Juni den Übergang vom Vorsommer zum eigentlichen Erntesommer markiert, wurde ein Fehlschlag in diesem Monat als kaum noch aufholbar für das gesamte Jahr angesehen.

Eine der wenigen Regeln, die den kompletten Kurswechsel im Bauernkalender sichtbar macht: Was im April und Mai noch Segen war, wird im Juni plötzlich zur Gefahr.

Zuordnung im Jahreslauf

Juni (Monatsregel) ↗

Region: Überregional

Kategorie: Ernte

Redaktion: KrautKult

Überlieferte Bauernregel · keine Wetterprognose

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13. Juni · TAGESREGEL

„Hat Antonius starken Regen, geht's mit der Gerste wohl daneben.“

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FÜR DEN GANZEN JUNI

„Ist der Juni warm und nass, gibt's viel Korn und noch mehr Gras.“

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15. Juni · TAGESREGEL

„Regen am St. Vitustag die Gerste nicht vertragen mag.“

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24. Juni · TAGESREGEL

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