NAMENSTAGE

Namenstag Martin

Wann hat Martin Namenstag? 13. April, 3. November, 11. November. Bedeutung, Herkunft und Namenspatrone im KrautKult-Archiv.

Vorname

Wann hat Martin Namenstag?

13. April · 3. November · 11. November

Bedeutung

Dem römischen Gott Mars zugehörig; der Name geht auf das lateinische Martinus zurück.

Lateinisch "Martinus", abgeleitet vom Kriegsgott Mars – sinngemäß "dem Mars Geweihter".

Herkunft

Lateinisch

Schreibvarianten und Kurzformen

Martin, Martinus, Martinus I.

Namenspatrone und Überlieferung

Martin von Porres

3. November

Martin von Porres war ein Dominikaner in Lima im heutigen Peru. Er setzte sich besonders für Arme und Kranke ein. Sein Gedenktag am 3. November ist auch ein Namenstag für Martin.

Er ist von Martin von Tours zu unterscheiden, dessen Gedenktag am 11. November gefeiert wird. Auf Martin von Tours beziehen sich die Martinsumzüge und die Martini-Bauernregeln.

Martin I., Papst

13. April

Papst von 649 bis zu seinem Tod 655, einziger Papst des ersten Jahrtausends, der als Märtyrer starb. Verurteilte auf einer von ihm einberufenen Synode in Rom 649 den Monotheletismus, eine vom oström. Kaiser Konstans II. unterstützte christologische Lehre, und geriet dadurch in offenen Konflikt mit dem Kaiserhof. Wurde daraufhin nach Konstantinopel verschleppt, gedemütigt, misshandelt und schließlich auf die Krim verbannt, wo er 655 an den Folgen der Entbehrungen starb. Gilt als letzter Papst, der für seinen Glauben den Tod erlitt, und als frühes Beispiel für den Konflikt zwischen weltlicher Kaisermacht und kirchlicher Lehrautorität.

Martin von Tours

11. November

Martin lebte im 4. Jahrhundert und war zunächst römischer Soldat, später Mönch und ab 371 Bischof von Tours. Er starb 397. Sein Gedenktag am 11. November erinnert an seine Beisetzung in Tours.

Die schon in der frühen Lebensbeschreibung überlieferte Mantelteilung erzählt, wie Martin einem frierenden Bettler vor den Toren von Amiens die Hälfte seines Mantels gab. Sie prägt sein Andenken als Vorbild der Nächstenliebe und des Teilens. Laternenumzüge und Martinsspiele halten diese Botschaft bis heute lebendig.

Im bäuerlichen Jahreslauf war Martini vielerorts ein wichtiger Abgaben- und Pachttermin und konnte auch mit dem Wechsel von Dienstboten verbunden sein. Das traditionelle Gänseessen steht in diesem wirtschaftlichen und festlichen Zusammenhang. Die Erzählung von den schnatternden Gänsen, die Martins Versteck vor seiner Bischofswahl verrieten, gehört zur späteren Legende und erklärt den Brauch nicht allein.

„Martini“ und „Martinitag“ bezeichnen den Festtag, an den zahlreiche Bauernregeln anknüpfen.

Weiterer Namenstag: Am 3. November wird Martin von Porres gedacht, einem Dominikaner in Lima, der sich besonders für Arme und Kranke einsetzte. Die hier beschriebenen Martinsbräuche und Bauernregeln beziehen sich auf Martin von Tours und den 11. November.

Quellen und Einordnung

Bistum Augsburg: Martin von Porres

www2.bistum-augsburg.de – Quelle öffnen ↗

Belegt: Namenstag am 3. November, Zugehörigkeit zum Dominikanerorden und Fürsorge für Arme und Kranke.

wissen.de: Vornamenlexikon – Martin

wissen.de – Quelle öffnen ↗

Belegt: lateinische Herkunft und Bezug zum römischen Gott Mars.

Diözese Linz: Heiliger Martin von Tours

dioezese-linz.at – Quelle öffnen ↗

Belegt: Gedenktag von Martin von Tours am 11. November.

wissen.de: Vornamenlexikon – Martin

wissen.de – Quelle öffnen ↗

Belegt: lateinische Herkunft und Bezug zum römischen Gott Mars.

Ökumenisches Heiligenlexikon: Martin von Tours

heiligenlexikon.de – Quelle öffnen ↗

Belegt: Lebensstationen, frühe Mantelüberlieferung, Gedenktag und Brauchtum.

Salzburger Landesinstitut für Volkskunde: Heiliger Martin (von Tours) / Sankt Martin, Ulrike Kammerhofer-Aggermann

salzburg.gv.at – Quelle öffnen ↗

Belegt: Martini als Termin im Wirtschaftsjahr, Pacht und Dienstbotenwechsel, Gänseessen sowie Martinsumzüge.

Diözese Linz: Heiliger Martin von Tours

dioezese-linz.at – Quelle öffnen ↗

Belegt: 11. November als Begräbnistag und Gänselegende in jüngeren Quellen.

Bistum Augsburg: Martin von Porres

www2.bistum-augsburg.de – Quelle öffnen ↗

Belegt: Namenstag am 3. November, Zugehörigkeit zum Dominikanerorden und Fürsorge für Arme und Kranke.

Was an diesem Tag sonst noch passiert

13. April

Der April tut, was er will.

Wenn der April bläst in sein Horn, so steht es gut um Heu und Korn.

Aprilschnee bringt Gras und Klee.

Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine große Bleiche (= trockener Sommer), blüht die Eiche vor der Esche, gibt es eine große Wäsche (= verregneter Sommer).

So wie Martin es will, so zeigt sich dann der ganze April.

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3. November

Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.

Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein.

Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.

November hell und klar, ist übel fürs nächste Jahr.

Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt's den ganzen November weiß.

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11. November

Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.

Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein.

Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.

November hell und klar, ist übel fürs nächste Jahr.

Wenn an Martini Nebel sind, wird der Winter meist gelind.

Wenn die Martinsgänse auf dem Eise geh’n, muss das Christkind im Schmutze steh’n.

Sankt Martin kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel geritten.

Ist Martini klar und rein, bricht der Winter bald herein.

Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.

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